Weihnachtsgedicht: "Advent, Advent"neues Weihnachtsgedicht

Auf dieser und auf den nun folgenden Seiten findest du eine Reihe von Weihnachtsgedichten, die aus der Feder von Klaus-Gunther Häuseler stammen. Den Auftakt macht das Gedicht: "Advent, Advent".

Wenn du weitere Gedichte von Herrn Häuseler lesen möchtest, dann klicke zu unseren lustigen Weihnachtsgedichten oder zu den Geschichten zum Jahreswechsel.

Wir wünschen dir nun ganz viel Freude mit unserer Gedichtesammlung und ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest!

Advent, Advent


Advent, Advent, die Zeit, sie rennt.
Dies Phänomen ein jeder kennt.
Hektik nimmt zu, gibt keine Ruh.
Ich schau mit Sorgenfalten zu.

Advent, Advent, schon früh im Herbst,
Weihnachtsmusik. Leider kein Scherz.
Mir geht das mächtig auf die Nerven.
Es fällt mir schwer, mich zu beherrschen.

Advent, Advent, Kaufhausgedrängel,
an jeder Ecke Kindergequengel.
Das überfordert Mann und Frau.
Der Umgangston wird laut und rau.

Advent, Advent, Vorweihnachtsstress.
Geschenkekauf bis zum Exzess.
An Kassen lange Schlangen stehen,
und niemand stoppt dieses Geschehen.

Advent, Advent, der Weihnachtsmarkt
ist zu ’ner Wirtschaftsmacht erstarkt.
Der Mensch zwängt sich von Stand zu Stand,
kauft Krimskrams, Plunder, billigen Tand.

Advent, Advent, die Stimmung steigt,
wird reichlich Glühwein einverleibt.
In Zeiten doppelter Moral
scheint diese Form des Suffs legal.

Advent, Advent, Ankunft und Licht,
das warst du mal, heut bist du’s nicht.
Abkehr vom Sinn, ganz öffentlich.
Ich find das einfach jämmerlich.

Advent, Advent, die Hoffnung stirbt,
dass jemals es wie früher wird.
Dabei hätt jeder doch die Chance,
Ruhe zu finden und Balance.

Advent, Advent, was mach ich bloß?
Ich kehr mich ab ganz rigoros,
Blende den lauten Trubel aus,
Such mir die Stille hier zu Haus.

Advent, Advent, Bratapfelduft
liegt köstlich in der Stube Luft.
Vier Kerzen auf dem Tannenkranz
wärmen den Raum mit hellem Glanz.

Advent, Advent, der Weihnachtsstern
schimmert schon magisch in der Fern.
Lockt hoffnungsvoll zu Bethlehems Stall,
dass Frieden werde überall.

Advent, Advent, bei Kerzenschein
scheint es beinah, wie einst zu sein.
Bis man im Folgejahr erkennt:
Advent, Advent, die Zeit, sie rennt.

© Klaus-Gunther Häuseler
epubli Verlag

Dein Tipp:
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