Weihnachtsgedicht: "Der Weihnachtsmann streikt"

Warum der Weihnachtsmann in Streik tritt und wie das Weihnachtsfest doch noch gerettet wird, das, liebe Kinder, erfahrt ihr in diesem Gedicht. Wir wünschen euch viel Freude mit den folgenden Strophen und eine wunderschöne und fröhliche Weihnachtszeit!

Der Weihnachtsmann streikt


Still ruht der Schlitten auf seinen Kufen,
Rentier Rudi scharrt ungeduldig mit den Hufen,
es wartet lang schon auf den Weihnachtsmann
und schaut seinen Freund Uhu fragend an.
„Wo steckt er nur, es ist doch soweit,
es naht die herrliche Weihnachtszeit.“

Der Uhu, dieser schlaue Vogel
schaut gleich mal nach im Märchen-Googel.
„Uhuu“, schnarrt er nickend und weiß sofort
wo er den Weihnachtsmann findet am verborgenen Ort.
Der hat sich schlafend ausgestreckt
und will nicht, dass man ihn jetzt weckt.

Im Sturzflug landet der Uhu, dass es kracht
und erreicht so, dass der Alte erwacht.
„Was ist los ?“, fragt polternd der Weihnachtsmann
und sieht den Uhu mürrisch an.
„Uhuu, ja, weißt du es nicht und willst du nicht starten,
es weihnachtet schon und die Kinder warten.

Sie warten sehnsüchtig auf deinen Besuch.“
„Ach“, spricht der Alte, “was für ein Fluch!
Es ist nicht mehr so, wie es einst war,
als mich freudig erwartet die Kinderschar.
Kein Spielzeug kann sie recht lange erfreuen
und wo soll'n sie noch hin, die Geschenke, die neuen?

Rappel voll sind inzwischen die Kinderzimmer,
mit neuen Geschenken wird das Chaos noch schlimmer.
Das Aufräumen wird so eine große Last
in der heutigen Zeit mit Eile und Hast.
Nein, ich mag nicht mehr den Schlitten beladen
mit all den vielen schönen Gaben.“

So sprach er und legte sich wieder auf sein Fell,
er schloss die Augen. Die Sterne über ihn leuchten hell.
Eilig flog der Uhu nun das Stück
zu seinem treuen Freund zurück
und überbrachte zu später Stunde
vom Weihnachtsmann die traurige Kunde.

„Ja, wollen wir zulassen, dass in diesem Jahr
die Kinder vergebens hoffen und warten gar,
auf den Weihnachtsmann, den ein jeder kennt
und der nun streikt und das Fest verpennt?“
Sie schütteln den Kopf und starren in den Schnee,
da hat der Uhu eine glanzvolle Idee.

„Wie wär's“, sagt der Uhu und schaut das Rentier an,
„es könnte doch der Weihnachtsmann
die Tour einmal ganz anders machen.
Er soll nicht verteilen Geschenke und Sachen,
sondern holen von den Kindern am Weihnachtstag
je ein Spielzeug, das es am liebsten mag.

Mit diesen Spielsachen im Gepäck
soll der Weihnachtsmann erfüllen einen guten Zweck,
indem sie verteilt werden in fernen Kreisen
an arme Kinder, an Kranke und Waisen.“
Rudi nickt, es ward schnell eine beschlossene Sach',
und sie machten gemeinsam den Weihnachtsmann wach.

So kam's, dass in der heiligen Nacht
gesammelt wurde die teure Fracht,
an jeder Tür hielt der Rudi an:
„Habt ihr was für den Weihnachtsmann?
Er sammelt dies Jahr für die Kinder in Not,
egal ob Puppe, ob Handy oder Boot.“

Schnell hatte der Schlitten ein großes Gewicht,
der Weihnachtsmann machte ein frohes Gesicht
und hatte sogar eine Träne in den Augen.
„Ich dank euch, ihr Kinder, ich kann es kaum glauben,
dass ihr nicht nur an euch selber denkt
sondern auch anderen Freude schenkt.“

Regina Weber

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