Weihnachtsgedichte

Christkindträne

Der Schnee fiel leis` vom Himmel herab,
so sanft und glitzernd auf dein Grab.
Da ist`s ganz plötzlich mir geschehn,
in der Ferne hab ich das Christkind gesehn.

Und wie ich so denke: “ `s ist mir gleich entronnen”,
da scheint es plötzlich näher zu kommen!
Still schweigend tritt es an dein Grab
und eine Träne fällt leis` hinab.

Dann lächelt`s mich an, verschwind`t  in der Nacht.
Es hat mein Geschenk dir ans Grab gebracht.
Denn da, wo ich grad weißen Schnee nur sah,
der Christkindträne Wunder geschah.

In der sternenglitzernden heil`gen Nacht
ist der schönste Christbaum auf Erden erwacht.
Ich spür, dass die Tage von Gott uns gegeben
und wieder genommen - für das ewige Leben.

I. Kunath, 2011

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